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Was ist Naturkautschuk und welche Vorteile bringt er mit sich?

Geht es um natürlichen Schlaf, Naturschlafsysteme oder Naturmatratzen, dann kommt man am Naturkautschuk nicht vorbei. Kein anderes Matratzenmaterial ist so flexibel und anpassungsfähig und besteht zugleich fast ausschließlich aus dem „Pech“ bzw. Saft eines Baumes. Was macht dieses Material so besonders?

 

Hintergrund:

Ursprünglich stammt der Kautschukbaum (Hevea brasiliensis) aus Mittelamerika, wo die indigenen Völker Amazoniens bereits 1600 v. Chr. die Latexmilch dieses Baumes verwendeten. Erst im 18 Jh. wurde das Potential des Materials in Europa entdeckt und die Produktentwicklung vorangetrieben. Entscheidend für den Durchbruch und einen regelrechten Kautschukboom war das von Charles Goodyear 1839 entwickelte Verfahren der Vulkanisation, wodurch der plastische Kautschuk zu einem elastischen Material gewandelt werden konnte. Diese Elastizität, dass also nach einer Krafteinwirkung sich das Material wieder völlig in die ursprüngliche Form zurück formt, ist eine der wichtigsten Grundfunktionen vom Naturkautschuk auch für den Gebrauch als Matratzenrohstoff elementar. Im Laufe der Zeit war Kautschuk immer wieder ein knappes Gut, da der Anbau in Plantagen immer wieder scheiterte, aber die Nachfrage aufgrund der vielen Einsatzgebiete ständig stieg. Besonders in den Kriegsjahren versuchte man immer wieder Alternativen für Kautschuk zu finden.

Heute sind die größten Anbaugebiete in Asien (Thailand, Indonesien, Malaysia).

 

Herstellung:

Um den rohen Naturkautschuk zu gewinnen braucht es mindestens 5 Jahre alte Kautschukbäume, die an der Rinde eingeritzt werden. Pro Zapfen (alle 2 Tage) können pro Baum bis rund 150 ml geerntet werden. Für eine Matratze benötigt man ca. 72 Liter Rohlatexmilch.

Es gibt verschiedene Verfahren zur Herstellung von Naturkautschukmatratzen. Die verbreitetsten beiden sind das Dunlop- und Talalay-Verfahren. Stark verkürzt wird dabei die aufgeschlagene Rohlatexmilch in Stahlformen „gebacken“. Die Löcher im Latex ergeben sich durch die Heizstäbe, deshalb wird er auch Stiftlatex genannt. Das mehrmalige Auswaschen und Trocknen der Matratzen schließt den Fertigungsprozess ab.

Die durch den Herstellungsvorgang erreichte zelluläre Struktur ist unglaublich robust und macht Naturkautschukmatratzen einzigartig. Es bestehen unzählige kleine Bläschen, die untereinander verbunden sind – wo aber ein Luftaustausch über das gesamte Material gegeben ist.

 

Nutzen:

Naturkautschuk hat sehr viele Vorteile:

  • NK wirkt bakterizid – die Matratze bleibt sehr lange hygienisch, da Bakterien im Kautschuk kein bevorzugtes Milieu vorfinden.
  • NK ist extrem punktelastisch – genauere Entlastung kann kein anderes Material bieten, optimal für ergonomisches Liegen.
  • NK hat ein sehr gutes Eindruckkraft-zu-Eindrucktiefe-Verhältnis – leichte Personen sinken gut ein, schwere Personen liegen die Matratzen aber nicht durch, da er mit zunehmender Eindrucktiefe fester wird.
  • NK ist druckverformungsresistent – die Matratze hat eine sehr lange Lebensdauer und liegt sich nicht so schnell durch.
  • NK wirkt isolatorisch – Matratzen leiten elektrische Ladungen nicht gut und bieten einen hohen „Widerstandswert“.
  • NK bietet eine gute Feuchtigkeits- und Luftzirkulation.
  • NK ist ein natürliches Material – es handelt sich um einen nachwachsenden Rohstoff.

 

Tipp:

Kaufen Sie nur reinen Naturkautschuk – 100 % reiner Naturkautschuk – d.h. 96%-98% reiner Kautschukmilchanteil in Matratze (mehr ist nicht möglich). Achtung: Sehr häufig wird Mischlatex als REINER Naturkautschuk verkauft!

Achten Sie auf zertifizierte Kautschukprodukte vom Hersteller Ihres Vertrauens, die garantiert geprüft und frei von Schadstoffen sind!

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