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Besser schlafen mit ausgeglichenem Nervensystem – Teil 1 Was machen Körper und Geist bei anhaltendem Stress?

Schlafen ist wohl eines der schönsten Dinge dieser Welt. Doch wenn der Schlaf ausbleibt, kann es schnell zum Albtraum werden. Aktuell leiden 15-30% der Österreicher an Schlafstörungen. Emotional verursachte Ein- und Durchschlafprobleme zählen dabei zu den häufigsten Formen. Doch was läuft eigentlich physiologisch ab, wenn statt des ersehnten Schlafs die Gedanken kreisen und ein Gefühl der Unruhe hinterlassen? Und habe ich als Betroffene oder Betroffener die Möglichkeit, selbst etwas für meinen Schlaf zu “tun”?

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen über Gehirnwellen, Kohärenz des Nervensystems und Herzfrequenz Variabilität liefern interessante Antworten zu diesem Thema.

Um die komplizierten Sachverhalte einfach darzustellen, sollten wir uns die Beschaffenheit und Funktion unseres autonomen Nervensystems (ANS) ansehen. Das ANS steuert ca. 90% der körpereigenen Prozesse wie Atmung, Herzfrequenz, Verdauung, Immunsystem, wichtige Teile des Hormonsystems, Wachheit und Schlaf.

Es besteht aus zwei separaten Teilen: Sympathikus und Parasympathikus.

Der Sympathikus ist

  • verantwortlich für Aktivität,
  • steigert die Herzfrequenz,
  • steigert den Blutdruck und
  • fördert die Energiebereitstellung für erhöhte Leistungsfähigkeit.

Der Parasympathikus ist der Gegenspieler. Er lässt

  • uns entspannen und
  • zur Ruhe kommen.
  • Lediglich die Verdauung wird durch diese Nervenanteile angeregt.

Beide Äste sind mit dem Herzen verbunden. Das ist sehr wichtig, weil jede Veränderung des Aktivseins eine entsprechende Sauerstoffversorgung verlangt, die über die Pumpleistung des Herzens bewerkstelligt wird. Aber auch jede Emotion verändert die Aktivität in den beiden Ästen des ANS und hat somit einen großen Einfluss auf unser Herz und jedes andere System unseres Körpers.

In der Regel sind die Aktivitätszeiten des Sympathikus und Parasympathikus im Tagesverlauf ausgeglichen.

UND JETZT KOMMTS: Halten Stresssituationen über längere Zeit an, verschiebt sich das Gleichgewicht und das Erregungsniveau des sympathischen Anteils steigt. Dabei ist es egal, ob es sich um einen vollen Terminkalender handelt oder um emotionalen Stress. Alles, was mein Gehirn mit negativen Gefühlen beantwortet, bedeutet letztendlich Stress für den gesamten Organismus (Nicht zu verwechseln mit “Eustress”, der so genannte positive Stress, der uns positiv in unserer Produktivität oder Kreativität fördern kann).

  • Das menschliche Nervensystem gewöhnt sich an einen erhöhten Sympathikotonus.
  • Das “Abschalten” in den Ruhephasen oder nach Feierabend wird schwieriger.
  • Ohne Gegensteuerung führt das zu sukzessiven Erschöpfungszuständen = ein Ungleichgewicht zwischen Para- und Sympathikus. Vielleicht ist es dann noch möglich, sich nach Feierabend mit einem Glas Wein auf dem Sofa zu entspannen. Aber sobald die Gedanken wieder um ein Problem kreisen, steigt der Sympathikus sofort wieder auf sein gewohntes Level.

Das ständig hohe Erregungsniveau des Nervensystems und damit aller Organe, Drüsen und Zellen ist vergleichbar mit den physiologischen Reaktionen bei anhaltender Bedrohung. Es ist leicht nachvollziehbar, dass solch ein Zustand ein Nährboden für Gefühle wie Angst, Zweifel, Niedergeschlagenheit und Unruhe ist. Oft sind wir uns dieser Gefühle gar nicht bewusst, weil wir gewohnt sind, nach außen hin stark und souverän zu wirken. Doch das Unterdrücken von Belastung ist Stress für den Organismus, der den Sympathikus ankurbelt und kann einen Grund für Ein- und Durchschlafprobleme darstellen.

Um aus dieser Negativspirale auszusteigen, ist es notwendig, das ANS wieder auszubalancieren und Wege zu finden, um diese Balance auf einem stabilen Niveau zu halten bzw. einen positiven Umgang mit Stress zu erlernen. Erfahren Sie im nächsten Artikel, wie Sie Einfluss auf die Balance Ihres ANS nehmen können und welche Bedeutung Ihre Emotionen dabei spielen.

Falls Sie der Meinung sind, dass Sie selbst unter einer bestimmten Belastung leiden und Hilfe in Anspruch nehmen möchten, um die Verstrickungen hinter ihrem Thema zu beleuchten, stehe ich als Kinesiologe, Cranio Sacral Praktiker und Energetiker gerne zur Verfügung.

Mag. Thomas Bucher

thomas@freiraum.tirol

www.freiraum.tirol/energiearbeit

+43 660 4612643

Tom Bucher
Thomas Bucher ist Energetiker und Personal Coach und leitet sein eigenes Gesundheitszentrum FREIRAUM - Körper und Energiearbeit in Innsbruck. Seit seinem Studium der Sportwissenschaften beschäftigt er sich mit ganzheitlicher Gesundheitsförderung. Dabei spielen neben viel Bewegung in der Natur auch Methoden zur Stressreduktion und zur Harmonisierung des Energiesystems eine große Rolle. Atmung, Meditation und Bewusstseinsarbeit bilden dabei den Kern seiner Arbeit.