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Die Gedanken anhalten und besser schlafen

Bei meinem nächsten Besuch bei Thomas, Energetiker und Sportwissenschafter, zeigt er mir eine neue Einschlafhilfe. Im Freiraum – seinem Energieatelier in der Defreggerstraße 20 in Innsbruck (www.freiraum.tirol) machen wir es uns bequem und  versuchen das Experiment. Mit Erfolg: Wir haben unser Gedankenkarussell erfolgreich gestoppt und ich bin nach 20 Minuten ruhig, wie schon lange nicht mehr. Selbst schon nach ein paar Minuten bin ich entspannt, spüre eine wohlige Wärme im Bauch und erreiche sehr schnell eine innere Ruhe ohne Gedanken an den Alltag oder Sorgen.

Thomas erklärt dazu folgendes:

Im letzten Interview habe ich erklärt, wie sich Dauerbelastungen auf den Körper auswirken und warum es wichtig ist, die Negativspirale von anhaltendem Stress zu unterbrechen. Heute möchte ich eine Meditationstechnik vorstellen, die uns genau dabei unterstützt.

Setze dich dafür ganz entspannt auf einen Stuhl oder, wenn Du diese Übung als Einschlafhilfe verwenden möchtest, lege Dich gleich ins Bett. Schließe die Augen und beobachte deine Gedanken. Lass Dich vom Strom deiner Gedanken mitreißen und erlaube, Dir dabei zuzusehen. Wenn Du das ca. 15 Sekunden gemacht hast, stell Dir folgende Frage: “Was wird mein nächster Gedanke sein?”, und achte auf den Moment direkt nach der Frage. Versuche es erst mal und lies dann wieder weiter.

Na, hast du eine kleine Pause feststellen können, bevor Dein nächster Gedanke aufgetaucht ist? Irgendwann muss ein Moment kommen, in dem Du keinen Gedanken denkst. In so einem Gedankenzwischenraum existierst Du immer noch, dann bist du reines Bewusstsein oder einfach Du selbst.

Versuche es noch einmal und lass dich überraschen, was es bedeutet, einfach zu sein, ohne dabei zu denken. Beobachte also Deine Gedanken und stelle Dir alle 10-15 Sekunden die Frage: “Was wird mein nächster Gedanke sein?”, oder: “Woher kommt mein nächster Gedanke?”, oder: “Welche Farbe/Geruch wird mein nächster Gedanke haben?” Die Frage ist eigentlich nicht relevant. Ausschlaggebend ist nur, dass Du den alten Gedanken loslässt und Dich direkt nach der Frage auf den Moment konzentrierst, bevor ein Gedanke auftaucht. Ich warte inzwischen…

Wie geht es Dir jetzt? Fühlst Du Dich schon etwas entspannter oder ruhiger? Kann es tatsächlich sein, dass der Effekt des “Nichtdenkens” bereits eintritt, obwohl wir uns lediglich auf kleine Pausen zwischen den Gedanken konzentrieren? Am besten, Du versuchst es noch einmal und achte diesmal auf das Gefühl, das entsteht, wenn Du im Raum zwischen den Gedanken bist. Versuche nichts zu erreichen, sondern sei einfach aufmerksam, wie eine Katze vor dem Mäuseloch, wenn Du den neuen Gedanken erwartest…

Falls du noch wach bist, welches Gefühl ist in Dir entstanden? Wie fühlt sich Dein reines Bewusstsein an? Egal, ob es Ruhe, Entspannung, Freude oder das Gefühl von Weite ist. Dein Körper und seine Fähigkeit der Selbstregulation, werden genau jenen Zustand produzieren, den Du momentan in dieser Situation brauchst.

Vielleicht ist es Dir bei Deinem nächsten Versuch möglich, die Gedankenpause sogar schon etwas zu verlängern. Stelle Dir wieder alle 10-15 Sekunden eine Frage und achte auf den Moment danach. Sobald sich ein Gefühl einstellt, gib ihm Raum, indem Du es wahrnimmst, ohne es verändern zu wollen. Beobachte das Gefühl, genieße es, stell ihm keinen Widerstand entgegen. Taucht ein Gedanke auf, lass ihn sogleich wieder los und stelle Dir die Frage: “Was wird mein nächster Gedanke sein?”, und achte wieder auf deinen Zustand beim Beobachten der Gedankenpause. Du kannst diese Übung soweit ausdehnen, wie Du willst, oder auch dabei einschlafen.

Genieße Dich selbst und die Wirkung der Gedankenstille.

Dein Thomas unter www.freiraum.tirol

Deborah
Deborah hat Germanistik und Sportwissenschaft an der Universität in Innsbruck studiert. Sie ist Mutter und Ehefrau, Professorin, Sportlerin, Outdoorfreak. Als Bloggerin für pinura erzählt sie über ihr Leben am Tag und in der Nacht!